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Die Geschichte des Schlafzimmers

In Mitteleuropa gibt es das so genannte Schlafzimmer, welches früher als Schlafgemach bezeichnet wurde, noch nicht allzu lange. In der Stein- und Eisenzeit war das Schlafzimmer noch weitestgehend unbekannt. Man schlief in der Regel in dem Raum, der gleichzeitig als Wohnraum diente. Betten gab es früher auch nicht. So wurde das Schlaflager mit Stroh errichtet.

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Im Mittelalter gab es dann die ersten Betten. Auf einem Bett zu schlafen war jedoch nur den Adligen und reichen Bürgern vorbehalten. Die Bauern schliefen für gewöhnlich zusammen mit ihrem Vieh unter einem Dach. Schließlich spenden Tiere Wärme. Handwerker und Tagelöhner schliefen in dem Raum, den sie als Wohnzimmer nutzten. Stand kein Wohnzimmer zur Verfügung, schliefen sie in der Küche. Die meisten Dienstboten konnten eine kleine Kammer ihr Eigen nennen, in der sie sich zurückzogen, wenn sie müde waren. Die Kammer war mit einem Bett und einem Waschtisch ausgestattet. Teilweise mussten sich auch mehrere Dienstboten ein Kämmerchen und ein Bett teilen.

Bis zum 20. Jahrhundert war es purer Luxus, ein eigenes Schlafzimmer zu besitzen. Aufgrund von zu wenigen Wohnräumen war es kaum möglich, ein eigenes Schlafzimmer zu haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten Flüchtlinge untergebracht werden und so konnten es sich nur reiche Menschen leisten, ein eigenes Schlafzimmer zu besitzen. Die meisten Menschen mussten mit der gesamten Familie im Wohnzimmer schlafen. Für diesen Zweck wurden Bettsessel und Schlafcouches entwickelt. Erst in den 1960er Jahren war es den meisten Menschen wieder möglich, ein eigenes Schlafzimmer zu bekommen.

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